Adresse:
Husova 44, 692 01 Mikulov
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romantische Unterkunft mit Weinkeller

Dienstleistungen

Parkplatz + Frühstück

Unseren Gästen steht zur Verfügung ein geschlossener Parkplatz für 2 PKWs und Fahrräder hinter dem Haus. Frühstück können wir in einem nahen Partnerhotel organisieren.

Küche + Klimaanlage + Wi-Fi

Die Haupträume der Residenz werden klimatisiert, dort gibt es auch den Internetanschluss. Zur Verfügung steht eine komplett ausgestattete Küche einschließlich Elektrogeräte und Geschirr.

Weinkeller + Wintergarten

Unter der Residenz befindet sich ein privater Keller mit der Möglichkeit von Verkostungen ausgezeichneter Weine aus Valtice, Poysdorf und weiteren Weingemeinden. Sie können die Weine auch beim gemütlichen Beisammensein im Wintergarten genießen.

Lokalität

Die Residenz Adalbert befindet sich im Städtchen Valtice, im unteren Teil der Winzergasse  Josefská. Valtice (im Volksmund auch Valčice, deutsch Feldsberg) ist eine kleine Winzer Stadt im Bezirk Břeclav in der Südmährischen Region, 9 km westlich von Břeclav, an der Grenze mit Österreich. Der historische Kern der Stadt steht unter Schutz als Stadtdenkmalzone.

Die ersten urkundlichen historischen Bemerkungen über Valtice stammen aus der Zeit der Wende des 12. Jahrhunderts, als dieser Ort vom Besitz der Passauer Bischöfe unter die Regierung der Adelsfamilie Seefeld übergegangen ist. Mit der Urkunde, die in Regensburg ausgegeben wurde, bestätigte der Kaiser Heinrich VI. im Jahre 1192 den Umtausch, den der Passauer Bischof Wolfker mit Wichard von Seefeld abschloss.  Mit diesem Umtausch übergab Wolfker dem Wichard die Burg „Veldesperch“ mit 12 königlichen Feldern, die wahrscheinlich den größeren Teil der späteren Stadt Valtice bildeten. Die Seefelder erbauten hier eine mächtige Grenzburg, in deren Vorburg eine Stadt entstand.  Nach dem Aussterben der Adelsfamilie Seefeld in der männlichen Linie im Jahre 1270 erwarben die Familien Kuenring und Rauhenstein die Stadt Valtice.

Im Jahre 1347 verkaufte die Familie Kuenring ihren Teil an die Familie Potendorf, sodass sich Valtice nach diesem Jahr die Familien Potendorf und Rauhenstein untereinander teilten. Vom Jahr 1391 bis zum Jahr 1945 war die Stadt im Eigentum der Adelsfamilie Lichtenstein, die das Gelände der Stadt und ihre Umgebung zusammen mit der Umgebung von Lednice in einen einzigartigen Landschaftskomplex europäischer Bedeutung umwandelte. Während des Mittelalters sowie der Neuzeit war die Stadt Bestandteil von  Niederösterreich. Zum Gebiet der Tschechoslowakei wurde Valtice mit Umgebung gemäß dem Vertrag von Saint-Germain erst am 31. Juli 1920 angeschlossen und die Stadt wurde zum mährischen politischen Bezirk Mikulov zugeordnet. Das Parkareal Lednice-Valtice ist seit dem Jahr 1996 Bestandteil  des UNESCO-Weltkulturerbes.

Valtice ist die zweitgrößte Winzergemeinde in Tschechien. Eine ganze Reihe von Weinbauinstitutionen hat hier ihren Sitz, wie zum Beispiel das Landes-Winzerzentrum und die Winzerakademie. Die ständige Degustationsausstellung von den 100 besten Weinen in Tschechien - Salon der Weine kann im Schloss in Valtice besucht werden.  Die Weinbau-Ausstellung Valtické vinné trhy ist die größte und älteste Weinausstellung in Tschechien.  Nicht umsonst wird Valtice die Hauptstadt des Weins in unserer Heimat genannt.

Geschichte

„Sei begrüßt Valčice, weinreiches Land …“

Ja, die Dichter verherrlichen den Wein seit eh und je. Er begleitet die Menschheit bereits seit mindestens fünf tausend Jahren. Während der Zeit brachte der Wein die Menschen in Zustände, in denen er seine Freude durch ein Gedicht oder ein Lied ausdrücken wollte und ließ ihn übliche Sorgen vergessen. 

Valtice ist mit dem Anbau der Weinrebe sehr eng verbunden und diese Tradition besteht bereits seit tausend Jahren. Valtice als Residenzstadt einer der reichsten Adelsfamilien in Mitteleuropa war eine lange Zeit ein Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des Gebietes auf beiden Seiten der österreichisch – tschechischen Grenze und ein natürliches Weinbauzentrum bedeutender Weingebiete von beiden derzeitigen Ländern.                                           

Erste schriftliche Belege über den Weinbau in Valtice stammen aus dem 14. Jahrhundert. Aus den Valticer Urkunden und Privilegien ist die Erwähnung erhalten, dass am 24. April 1344 Ulrich von Valtice seine Weinberge den Brüdern von Rauhenstein verkaufte. In dem Grundbuch von Weinbergen aus dem Jahre 1798 wurden 1175 Weinberge im Umfang von 2075 Achtel eingetragen, d.h. ungefähr 520 Morgen oder 300 ha. Von diesen Weinbergen gehörten der Obrigkeit 91, dem Konvent der Barmherzigen Brüder 22, dem Pfarrer 18, der Gemeinde 34 Achtel. Bereits im Jahre 1855 wurde in Valtice der Verein für die Landwirtschaft und Weinbau gegründet, der der Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Produktion half. Es war einer der größten und der wichtigsten landwirtschaftlichen Vereine  in Niederösterreich. Dieser Verein veranstaltete im Jahre 1858 eine Ausstellung, die  unter der Schirmherrschaft des Fürsten Jan II. von Liechtenstein in der Schloss-Reiterhalle stattfand. Zum ersten Mal standen zur Verkostung zwei tausend Weinproben aus Valtice und den umgebenden Weingemeinden zur Verfügung. Im Jahr 1858 fing also die Tradition der Valticer Weinausstellungen an. Seit dem Jahre 1873 befindet sich hier die einzige Mittlere Winzerschule in Tschechien.

 

Architektur

Die Weinkeller und ihre Architektur stellen ein selbstständiges Kapitel in der Weinbaugeschichte dar.  Die meisten Weinkeller in Mähren wurden im Sandstein oder in der harten Lehmerde ausgehöhlt. Andere Weinkeller haben ein Gewölbe aus Stein, aus Ziegelstein oder aus ihrer Kombination. So ein Gewölbe konnte in zwei verschiedenen Verfahren gefertigt werden. Durch Graben, dabei wurde die Erde von oben nach unten entfernt und in Planen oder Butten hinausgetragen. Nach dem Hinaustragen der Erde wurde ein Holzgerüst für das Gewölbe aufgestellt, das mit Steinen oder Ziegelsteinen ausgemauert wurde. Danach wurde das Gewölbe mit der benötigten Menge von Erde zugeschüttet. Gewölbte Weinkeller im großen Ufer wurden zuerst ausgekehlt und weiterhin folgte die oben beschriebene Vorgehensweise mit dem Unterschied, dass der Raum, der zwischen dem Gewölbe und dem ursprünglichen Berg entstanden ist, mit der festgestampften Erde gefüllt wurde. 

Diese Verfahren wurde auch bei der Residenz Adalbert angewandt.  Das Gewölbe unseres Kellers wurde aus Stein und Ziegelsteinen (insbesondere der Flur und der vordere Teil) kombiniert. Man kann annehmen, dass die verwendeten Backsteine aus dem nahen fürstlichen Ziegelwerk stammten. Der Beweis dafür sind gefundene Ziegelsteine mit HF Kennzeichen. Hinsichtlich der Tatsache, dass unser Keller unter der Erde ausgehöhlt wurde, wurde hier ein schräger Verbindungsflur gefertigt. Dieser Flur verbindet in unserem Fall das ehemalige Presshaus mit dem eigentlichen Keller. Der Flur zusammen mit der Höhe der Erde über dem Keller sorgen für eine ständige Temperatur. Der Kellerraum wird mittels Lüftungskanäle entlüftet. Die Weinkeller sowie die Presshäuser entstanden in der Nähe von Weinbergen. In unserem Fall befinden sich in der Nähe der Josefská-Straße die Weinbauflurstücke Hintertály und Obere Viertel.

In den letzten Jahren werden die Winzerbauten, vor allem die Presshäuser, umgebaut.  Aus den Presshäusern entstehen Räume für die Verkostung von Weinen sowie zum gemütlichen Beisammensein. Über den Presshäusern werden Wohnräume für die Übernachtung errichtet.  Dies ist auch der Fall der Residenz Adalbert. Durch den Aufbau über dem Presshaus entstand im Jahre 2016 ein Wohnbereich für gehobene Ansprüche mit der Fläche von 140 m2 mit 2 Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, einem Wintergarten, einem geschlossenen Parkplatz und vor allem mit einem historischen Weinkeller.

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